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Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

Psychotherapie verstehe ich als einen gemeinsamen Entwicklungsprozess. Im Mittelpunkt steht für mich nicht in erster Linie die Frage nach dem richtigen Therapieverfahren oder der treffenden Diagnose, sondern die Frage, wie wir Ihre oder die Anliegen Ihres Kindes gemeinsam so verstehen können, dass daraus neue Lösungen und Handlungsmöglichkeiten entstehen.

Negativ erlebte Gefühle, Belastungen und sogenannte Symptome betrachte ich als unbeabsichtigte Lösungsversuche, die häufig mit einem hohen Preis verbunden sind. Sie sind aus meiner Perspektive Ausdruck von Bedürfnissen, deren Erfüllung unter den jeweiligen Lebensbedingungen bislang nur auf diese Weise möglich oder sinnvoll gewesen ist und dadurch für Kinder, Jugendliche oder deren Eltern Leid erzeugen. Gemeinsam versuchen wir zu verstehen, welchen Bedürfnissen ein Symptom dient und welche neuen Strategien heute zu mehr Wohlbefinden, Selbstwirksamkeit und Lebenszufriedenheit beitragen können – für Klein und Groß.

Mich leitet ein humanistisches Menschenbild, das sich für mich insbesondere in einer hypnosystemischen Haltung wiederfindet. Sie ermöglicht mir einen wertschätzenden und feinen Blick auf Menschen, der bisherige Lösungsversuche „gnadenlos“ anerkennt. Auch belastendes Erleben oder schwieriges Verhalten verstehe ich zunächst als sinnvolle Lösungsversuche, die unter den jeweiligen Lebensbedingungen entstanden sind – häufig mit einem hohen Preis für die Betroffenen selbst oder ihr Umfeld. Diese Haltung hilft mir, Verhalten nicht vorschnell verändern zu wollen, sondern zunächst die dahinterliegenden Bedürfnisse gemeinsam zu verstehen, bevor wir nach neuen und hilfreicheren Möglichkeiten suchen.

Meine verhaltenstherapeutische Ausbildung liefert mir hierfür ein breites Spektrum wissenschaftlich fundierter Methoden. Sie stehen für mich jedoch nicht am Anfang der therapeutischen Arbeit, sondern folgen dem gemeinsamen Verstehen des individuellen Anliegens. Erst wenn deutlich wird, was ein Mensch braucht und wohin er sich entwickeln möchte, wähle ich diejenigen Methoden aus, die diesen Prozess bestmöglich unterstützen können. Das gilt für Kinder ebenso wie für Jugendliche und junge Erwachsene.

Die Psychotherapieforschung zeigt seit vielen Jahren, dass nicht das Therapieverfahren über den Erfolg einer Behandlung entscheidet. Zu den wichtigsten Wirkfaktoren gehört vielmehr ein tragfähiges Arbeitsbündnis zwischen Therapeut*in und Klient*in. Erst wenn Vertrauen entsteht, Sie oder Ihr Kind sich mit den eigenen Anliegen verstanden fühlen und wir gemeinsam an persönlich bedeutsamen Zielen arbeiten, können nachhaltige Veränderungsprozesse gelingen.

Wo eine diagnostische Einordnung für eine psychotherapeutische Behandlung erforderlich oder hilfreich ist, hat sie selbstverständlich ihren berechtigten Platz. Sie dient dann dazu, den geeigneten Behandlungsweg zu finden (beispielsweise für zusätzliche Unterstützung an anderen Stellen und zur Kommunikation nach außen) und eine Finanzierung durch die Krankenkasse zu ermöglichen. Gleichzeitig verstehe ich Diagnosen nur als eine (zunächst defizitorientierte) Beschreibung eines Menschen, die als fachliche Orientierung innerhalb des Gesundheitssystems dient. Entscheidend bleibt für mich immer der individuelle Mensch mit seinen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten sowie seine Familie und das weitere Umfeld.

Kosten der Psychotherapie

Die Abrechnung erfolgt bei privat krankenversicherten Patient*innen und Beihilfeberechtigten nach der Gebührenordnung für Psychotherapeut*innen (GOP). In der Regel berechne ich den üblichen 2,3-fachen Gebührensatz.

Die Erstattung richtet sich nach dem jeweiligen Versicherungsvertrag sowie den Regelungen der Beihilfe. Gerne informiere ich Sie in einem persönlichen Gespräch über den Ablauf und beantworte Ihre Fragen zur Kostenübernahme.

 ~ für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr ~

- für Privatversicherte, Beihilfeempfänger und Selbstzahlende -

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